Studienreise GIZ 2017

Studienreise GIZ 2017 2017-06-09T06:55:45+00:00

Studienreise GIZ 2017

Exposure Seminar „Optimierung der Wertschöpfungskette Getreide – Lagerung und Weiterverarbeitung“, 27. März bis 6. April 2017

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Wie lässt sich die Wertschöpfungskette „Getreide“ in den Partnerländern der Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft effizienter und produktiver gestalten? Dieser Frage gingen 17 TeilnehmerInnen während elf intensiver Tage beim Exposure Seminar „Optimising value chains – grain storage and processing” nach, das die GIZ in Kooperation mit der Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V. in Niedersachen veranstaltete.

Die TeilnehmerInnen aus Äthiopien, Burkina Faso, Ghana und Nigeria lernten innovative Ansätzen und Methoden des Getreidemanagements, der Hygiene, der Verarbeitung und der Lagerung kennen. Dabei erkannten sie die Relevanz der Entwicklung von Beratungs- und Dienstleistungsorganisationen für ein optimales Funktionieren der Wertschöpfungskette, was ein Teilnehmer kommentierte: „Very eye opening, I now understand why my country is facing the problems we have. This seminar made me understand that machinery and technology [are] very critical in agriculture”. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer mit den existierenden Verbindungen zwischen Lagerungstechnik, Verarbeitungstechnik, Marketing, Kooperativen und Vereinigungen vertraut gemacht. Ebenso erfolgte ein Sammeln und Austausch von theoretischen und praktischen Erfahrungen der Teilnehmer.

Nach einer Begrüßung und Einführung zur deutschen Getreidewirtschaft durch den Gastgeber Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V. standen Führungen örtlicher Betriebe und Fahrten zu Feldern auf dem Programm. In den folgenden Tagen erfolgten Exkursionen zu unterschiedlichen Akteuren, die entlang der Wertschöpfungskette agieren. Besucht wurden dabei eine Müllerschule in Braunschweig, die den TeilnehmerInnen Qualitäten von Getreide und die Ausbildung zum Müller näherbrachte. Der Aufenthalt in Braunschweig wurde dabei zudem zu einem Besuch bei der Bezirksstelle der Landwirtschaftskammer Niedersachen genutzt, wo die Organisation und Aufgaben der Kammer vorgestellt wurden. Neben Besuchen bei Unternehmen, die im Bereich Einsatz und Organisationsformen von Technik und Maschinen in der Landwirtschaft arbeiten, wurden Betriebe rund um das Thema Aufbereitung und Züchtung von Saatgut besichtigt. Ein sehr beliebter Programmpunkt war anschließend der Besuch des Versuchsfeldes Königslutter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit Herrn Rosigkeit. Die Verarbeitung von Weizen und die Herausforderungen bei der Lagerung wurden durch Besichtigungen von einer Mühle und Weizenbrennerei sowie durch eine Präsentation von Herrn Müller der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung behandelt.

Weitere Höhenpunkte während des Seminars waren die Besuche bei Unternehmen in den Bereichen Landmaschinen, Brauereiwesen und Getreide- und Mischfuttertechnik. Ebenso begeistert waren die Teilnehmer von dem Workshop zu Lagerung und Monitoring sowie von dem Besuch im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbrauerschutz in Hannover, wo Dr. Wilhelm und Dr. Garbe einen Vortrag über den Wandel der Agrarpolitik hielten, auf den eine anregende Diskussion folgte.

Das Seminar wurde mit kulturellen Programmpunkten wie einer Besichtigung der Stadt Braunschweig sowie dem internationalen Wind- und Wassermühlenmuseum in Gifhorn abgerundet. Die TeilnehmerInnen waren überaus zufrieden mit der Veranstaltung und hatten verschiedene Ideen für weitere Seminare und Fortbildungen. Eine Teilnehmerin möchte daher umgehened die neuen Erkenntnisse in die Praxis umsetzen: “I will start with implementing very fundamental things like hygiene in store rooms; design simple systems to ventilate; designing of simple structures using the knowledge to build structures that exclude or make difficult for pests to come in”.

Bericht einer Teilnehmerin hier.

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